Bis zum Auftakt der Fußball-WM begleitete teils heftige Kritik den Weg des deutschen Bundestrainiers. Mit dem Ausgang der WM wurde aus Tadel Lob. “Evangelisations-News” (e-fun-gelisation.de) stellt 12 Prinzipien vor, die Christen von Klinsmann lernen können.
1. Halte dich nicht mit Details auf, sondern verfolge die große Linie! Als der deutsche Fußball nach der EM 2004 am Boden lag, konzentrierte Jürgen Klinsmann all sein Tun darauf, dem verunsicherten Team aus der Defensive zu helfen. Detaildiskussionen, etwa die über die Schwäche der deutschen Abwehr, stellte der Bundestrainer hinten an. Auch Christen sollten nicht endlos bei Symptomen hängen bleiben, Gott und sich selbst etwas zutrauen, und für ihre Visionen kämpfen.
2. Habe den Mut, Altes zu brechen! Klinsmann ging auf Konfliktkurs mit dem DFB und führte neue, bisweilen ungewöhnliche Trainingsmethoden (Gummitwist) ein, ebenso wie neue Teamstrukturen. Als Maßstab galt das Erreichen des Ziels, nicht das Treubleiben an bisherigen Abläufen und Strukturen. Und das Ziel setzte er hoch. Es haben ihn alle ausgelacht, als er sagte, er wolle Weltmeister werden. Jetzt soll er mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet werden.
3. Entscheide dich für Menschen! Eingesetzt in das Amt des Bundestrainers sind die zum Einsatz kommenden Spieler zu wählen - eine Aufgabe, der sich Klinsmann souverän stellte. Häufig drücken sich Christen vor Entscheidungen, die nur sie selbst treffen können und müssen. Jesus zeigte wie wichtig es ist, aktiv die Menschen zu wählen mit denen wir durchs Leben gehen - seine Leute suchte er sich selbst aus.
4. Steh zu deinem Team mitsamt seinen Schwächen! Der Bundestrainer erkannte früh, dass sein Personal einer der entscheidenden Erfolgsfaktoren ist. Die Spielerauswahl mag anderswo kreativer, dynamischer und offensiver sein: Klinsmann setzte auf Entwicklung seines Teams und schenkte seinen Spielern Vertrauen, auch wenn die Öffentlichkeit meuterte.
5. Halte als Teil von etwas Größerem mit anderen zusammen! Das Team ist entscheidend für den Erfolg. Privilegien oder der Sonderstatus einzelner hindern daran. Auch junge Ersatzspieler durften Teamansprachen vor den Spielen halten. Und Starallüren hat Klinsmann seinem Team abgewöhnt: Wurde einer wie Torjäger Klose vor laufenden Kameras mit Komplimenten überschüttet, übertrug der das Lob meist sofort explizit auf das Team.
6. Bücke dich und geh raus aus dem Mittelpunkt! Klinsmann hatte diese Regel verinnerlicht: Beim Training trug er selbst die Tore von rechts nach links. Er wusste die richtige Zeit zu Kommen und auch den rechten Moment, wieder von der Bühne zu gehen. Zur Verleihung des Silbernen Lorbeerblattes, der höchsten sportlichen Auszeichnung des Landes blieb er der Zeremonie bewusst fern, um nicht die gesamte Aufmerksamkeit auf sich zu lenken. Wenige Tage vor dem ersten Saison-Länderspiel gegen Schweden sollten sein Nachfolger Joachim Löw und das Team im Mittelpunkt stehen.
7. Kein “Null-Fehler-System”! Das Streben danach, frei von Fehlern zu sein, ist unrealistisch. Statt nur die Schwächen im Auge zu behalten, solltest du dich auf Stärken konzentrieren. Siehe Klinsmann: Welche Defizite die Abwehr hatte, musste der Bundestrainer spätestens nach der Abreibung beim WM-Testspiel gegen Italien einsehen. Doch anstatt zu verzweifeln, setzte er alles daran, das Mittelfeld zu stärken. Das ist der richtige Weg, damit das Team in der Summe besser wird. Mitunter streben Christen nach einem Leben oder einer Gemeinde ohne Fehler und vergessen, ihre Aufgaben zu erledigen und dabei Stärken zu fördern.
8. Sei mutig und möglichst unabhängig von der Meinung anderer! Noch im März sah es trübe um Klinsmann aus, nach der Schlappe gegen Italien war er allerorts Zielscheibe harscher Kritik. Doch Klinsmann ließ sich nicht beirren, setzt mit seiner Politik zusätzlich Sympathien aufs Spiel (David Odonkor wurde nominiert, Kevin Kuranyi blieb draußen) und pendelte weiter zwischen seinem Wohnort USA und Deutschland. “Soviel innere Unabhängigkeit hat unter Deutschen Seltenheitswert”, sagt der Unternehmensberater Heiner Thorborg. Oft nehmen Christen Änderungen an ihren Plänen vor, nur um ja keine Sympathien bei Menschen zu verspielen.
9. Arbeite an deiner Ausstrahlung! Mit Begeisterungsfähigkeit, Fairness und Charme hat Klinsmann nicht nur das angeknackste Selbstwertgefühl seines Teams gedreht, sondern das Bewusstsein einer ganzen Nation. Deutschlandflaggen, Siegerglaube, Boom beim Konsum - all das wäre noch vor kurzem undenkbar gewesen. Christen sollten das beherzigen: Mehr als 70 Prozent vermittelt man durchs Herz, gute Ausstrahlung kann Berge versetzen.
10. Sei stark, dich in Herausforderungen zu bewähren! Menschen setzen sich gern an einer Stelle fest, wenn es ihnen gut geht. Jürgen Klinsmann wusste von der Herausforderung der Motivation: Bis zuletzt ließ er die Torhüter Oliver Kahn und Jens Lehmann zappeln, wer die Nummer eins werden soll. Ein gewisser spürbarer Druck ist förderlich: Zuviel Sicherheit lähmt.
11. Gesteh dir eigene Schwächen ein. Ordne dich anderen unter und lerne! Um dem Ziel so nah wie möglich zu kommen und das Maximale aus dem Team herauszuholen, hat er sich qualifizierte Fachmänner an die Seite gestellt. Trainer, die die Jungs mit unüblichen Methoden fit machten, holte er aus den USA. Beim Führungsstil ließ er sich von zwei internationalen Topmanagern beraten. Seinen beiden Kollegen Joachim Löw und Oliver Bierhoff übertrug er alle Verantwortung für das Organisatorische. Er hat nichts gespart, die besten externen Ressourcen an Bord zu holen. Für viele Christen sind die Reichtümer reifer geistlicher Mütter und Väter aufgrund von Stolz oder Unwissenheit verborgene oder ungehobene Schätze.
12. Kämpfen bis zuletzt! Nach den Siegen gegen Costa Rica und Polen hätte die deutsche Elf entspannen können. Doch Klinsmann erlaubte das nicht und ließ sie gegen Ecuador kämpfen, als sei dies ein Entscheidungsspiel. Niemals die Zügel schleifen lassen, das trimmt auf Hochleistungen. “Klinsmanns Disziplin ist vorbildlich”, meint das Beratungsinstitut Boston Consulting. Auch die sich während des Dritten Reichs für Juden aufopfernde Christin Corrie ten Boom wusste: „Ein Sportler beklagt sich nicht, wenn das Training hart ist. Er denkt an den bevorstehenden Wettkampf.“ Und sie fügte hinzu: „Sei niemals ängstlich, dein Bestes zu geben. Gott wird dir sein Bestes geben.“
[…] In einem Artikel stellt Artur Siegert 12 Prinzipien vor, die Christen von Klinsmann lernen können: […]
[…] Habe auf Artur Siegerts Blog folgendes gelesen: […]
Von Klinsmann lernen…
Artur zitiert in seinem Blog einen Newsletterartikel - sehr interessant! Was kannst du von Klinsmann lernen? Ich finde die Punkte 8 und 12 für mich am wichtigsten. 1. Halte dich nicht mit Details auf, sondern verfolge die große Linie! 2…….
[…] Habe auf Artur Siegerts Blog folgendes gelesen: […]